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Rechnet Ihr Computer im Paarturnier richtig ?
Das können Sie sehr schnell feststellen : hat in einem
Board ein Paar ein Top Ergebnis,
und sein Gegenspieler die niedrigsten MP in diesem Board,
oder summieren sich die MP eines Paares und seines Gegnerpaares
zum Top-Wert dieses Boards
dann rechnet Ihr Programm nicht nach den Turnier-Bridge-Regeln.
Er rechnet mit „negativen Scores „ die in den TBR nicht vorkommen
(§77).
Sie spielen damit ein Pseudo-Bridge – oder wie immer Sie das
nennen wollen.
Diese Rechenmethode wurde gegen Ende des letzten Jahrhundert
erfunden und entsprach seinerzeit
dem Stand der Programmierkunst. Das Ergebnis kommt
einer korrekten Berechnung meist sehr nahe,
insbesondere, wenn Spieler gleicher Spielstärke
miteinander spielen.
Spielen aber Anfänger, routinierte und Top-Spieler
miteinander, dann sind die Ergebnsse unausgeglichen.
Ihr Ergebnis steht in der Siegerliste mal oben, mal
unten. Wenn in Gruppen mit Aufstieg und Abstieg
gespielt wird, dann ist es schon ein Unteschied,
ob man z.B. auf dem elften ode zwölften Platz steht.
Diese Rechenart wird im Scorer#1 reziprok genannt.
Eine weitere Verfälschung der MP Ergebnisse erfolgt immer dann,
wenn Ihr Programm
Matchpunkte mit einer Formel hochrechnet.
Zu erkennen ist dies daran, dass die MP Zahlen hinter
dem Komma zeigen, z.B. 128,5.
Dies ist immer dann der Fall, wenn Scores ungültig
sind oder fehlen.
Wie rechnen wir richtig ? Aus den TBR §77 ergibt sich
eindeutig, dass der Nichtscorer
ein Score von Null hat. Es kann also keine Zweifel geben, dass das
Programm ein Wert
von Null verwenden muss . Man schreibt ja auch im Boardzettel
keine neagtiven Scores.
Die Detailvorschriften des TBR§78 ( text s.u.) lassen
aber Auslegungen zu.
Kann man die linke und die rechte Seite eines Boards getrennt
betrachten und
auswerten (bilateral) ? Oder ist ein Board eine Einheit (unilateral),
wo man
Scores ihrer Grösse nach reiht, egal, auf welcher Seite diese
stehen.?
Matchpunkte erzielt man auf Grund eigener Fähigkeiten
,
egal ob man auf NS oder OW spielt !
Wie Sie vorgehen wollen, müssen Sie selbst entscheiden.
D e r S c o r e r # 1 l ä s s t
a l l e M ö g l i c h k e i t e n z u .
Sie stellen die gewünschte Form in der Konfiguration
ein. Mit Formeln rechnet der Scorer#1 nicht.
Bedenken Sie, dass ein einsamer Score von 50 auf
einer Seite zu einem Top werden
kann, wenn man links und rechts getrennt bewertet.
Dies wäre sicher nicht im Sinne der
Väter des Bridge-Grundgesetztes (TBR), die
ein Vollspiel mit mindestens 400 angesetzt
haben und einen Faller nur mit 50.
Der Verfasser dieses Beitrags empfiehlt "unilateral" und "Null score".
Was sagen die Verbandsvorschriften. ?
Der DBV kann als nationaler Verband ergänzende Reglungen
zu den
TurnierBridgeRegeln erlassen.
Er hat durch die Avalierunge (Zulassung) bestimmter (im Internet
genannter)
Scoring Programme die reziproke Rechenmethode zugelassen (2000)
und die
Verwendung von Formeln vorgeschrieben.
Der Verband hat aber auch das Programm Scorer#1 zugelassen (2004),
welches
in der Lage ist, nach den Bestimmungen des internationalen Grundgesetzes,
den TBR zu rechnen. Es rechnet alle möglichen Varianten und
benötigt keine
Formeln.
Sie stehen also vor der Entscheidung, Bridge oder Pseudo-Bridge zu
spielen,
je nachdem welche Rechenmethode Sie anwenden.
TBR § 78/A
Im Matchpunkt-Verfahren erhält jeder Teilnehmer für die von
anderen Teilnehmern
im gleichen Board erzielten Ergebnisse, die mit seinem verglichen werden,
folgende Gutscshriften:
zwei Score Einheiten (Matchpunkte oder halbe Matchpunkte) für
jedes
Ergebnis, das schlechter als seines ist,
eine Score Einheit für jedes Ergebnis, das gleich seinem Eignen
ist und
null Score Einheiten für jedes Ergebns, dass besser ist als sein
eigenes.
Richtig rechnet Ihr PC, soweit die Addition, Multiplikation usw. der
Werte betrifft.
Richtig bedeutet hier , ob es dem Bridgespiel nutzt .
Drei gute Gründe gibt es, Ihr Scoring Programm zu erstzen,
.1) es rechnet die MP in Paartutnieren falsch, d.h. nicht nach
den TBR (TurnierBridgeRegeln).
Dies hat ungünstigen Einfluss auf
das Clubleben.
.2) Nutzen Sie ein Programm, welches Änderungen mitmachen kann.
So sichern Sie sich
langfristige Stabilität in der Clubarbeit.
.3) Binden Sie Clubmitglieder in die Computerarbeit ein, zum Nutzen
der
Spieler und des Clubs.
zu 1.) Die Verwendung des alten, sogenannten reziproken und bilateralen
Verfahrens schafft eine #
ungünstige Situation für neue Spieler, die hier einen unerbittlichen
Wettkampf erleben, wo jeder
Fehler geahndet wird. Kein Wunder, dass neue Mitglieder schwer heranzuziehen
sind. In dem
richtigen Verfahren nach TBR erhält jedes Paar mindestens
33% MP in einem Board, auch
wenn es schwach ist und noch nicht selbst spielen kann.
zu 2.) Um die viefältigen Möglichkeiten desScorer#1 zu schildern,
reicht hier der Platz nicht aus. Blätter
Sie einfach das Handbuch zu Scorer#1 durch. Hier
klicken
zu 3) Vor 20 Jahren waren Handys unbekannt. In 20 Jahren
werden fast alle Bridgespieler
einen Laptop besitzen und die Möglichkeiten des Datentransfers
nutzen wollen. Bereits jetzt
kann man mit einem „stick“ (früher Diskette) die gesamten
Daten eines Turniers am Ende des
Turniers einem Spieler weitergeben. Auch die Einstellung der Turnierergebnisse
ins Internet ist
möglich, dort kann sie ein Spieler abrufen.
Das bedeutet Schluss mit dem Eingabedruck am Turnierende. Ich
verzichte hier auf die Darstellung
der vielfältigen technischen Möglichkeiten die uns die Computertechnik
bereits gebracht hat
und in Zukunft weiter bringen wird.
geschrieben von Paul Hauff
Juni 2007
ENDE
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