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Hier finden Sie die letzten (oder vorletzten) Neuigkeiten, und Informationen, die man im Gedächtnis behalten sollte.
Keine Systematik ! Gerade so wie es kommt. Gesammelt vom Administrator. Kein  copyright, wenn Quelle zitiert wird. .

 
Bericht über die Jahreshauptversammlung des DBV für 2006
Dieser Berichteine persönliche Meinungsäusserung.
 
Die HV fand am 17.3.07 in Wiesbaden statt.
Hier einige Eckdaten: Mitglieder des DBV 28.959, davon 80-90% weiblich.
Davon sind nur 117 Junioren, und die meisten Mitglieder sind Senioren.
Es waren ca. 60Personen anwesend, die 447 von möglichen 800 Stimmen
vertraten.  109 Stimmen waren als Clubvertreter anwesend, 338 mit Vollmacht.
Die Anzahl der Bridgevereine stagnierte im letzten Jahr.  ( es gibt ca. 450)
 
Der Präsident  Hans-Georg Haeseler leitete die Versammlung und erklärte
einleitend, dass  im letzten Jahr verbandsseitig nichts Besonderes geschehen
sei.  Es konnten zwar finanzielle Reserven aufgebaut werden, diese seien
aber knapp ausreichend . Dementsprechend verlief die HV in ruhigen Bahnen,
Entlastung wurde erteilt  und die HV war nach  sechs Stunden beendet.
 
Der DBV hat ein Finanzvermögen von 458 T€  und Einnahmen von rund 1 Mio €.
Grob gerechnet wird ¼ davon für  den Sportbetrieb verwendet, ¼ für das
Bridgemagazin,   ¼ für Unterricht und diesbezügliches  Material, und  ¼ für die
Geschäftststelle  und Selbstverwaltung. Alle Funktionsträger im Bridgeverband
arbeiten ehrenamtlich,  lediglich Aufwandskosten werden  erstattet.
Details sind im Internet : www.bridge-verband.de  zu finden.
 
Der Berichterstatter hält es für bemerkenswert , dass der Mietvertrag für die
Geschäfststelle verlängert wurde, aber zu besseren Bedingungen. (der alte
Vertrag war zu teuer und seine Vergabe wurde seinerzeit heftig angegriffen)
 
Weiterhin wurde  andiskutiert, dass die  Masterpunktvergabe anders gestaltet
werden soll mit dem  Ziel Kriterien für die Teilnahme  an Spitzenturnieren zu
erreichen.
Auch die Frage,  ob der DBV einseitig bestimmte Systeme  (Forum D)  vertreten
soll, wurde kurz  diskutiert .
Über die Gestaltung  und  Inhalt des Bridgemagazins wurde ausführlich
gesprochen.  Der  Verlag wurde aus Kostengründen  gewechselt.  Hintergründe,
Verfahrensfragen und die personelle Besetzung  standen zur Diskussion.
Anwesend  waren auch Herr Back (Redakteur)  und Herr Schurzfeld/ topp+moeller,
( Geschäftsführung des Verlages -  verlegte bisher BridgeMagzin und jetzt
"Bridge aktuell").
 
Der DBV hat es nicht verstanden, den Clubmitgliedern die Beitragserhöhung auf
25 Euro  verständich zu machen: Immerhin erhält jedes Clubmitglied ein Magazin,
aus dem alle Veranstaltungstermine ersichtlich sind,  und jeder kann auf ein
Auskunftssystem zugreifen,  in dem Spielmöglicheiten in anderen Orten genannt
sind. Bridgegesetze und Regeln können  aus dem Internet abgerufen werden.
Ausserdem wird mit den Masterpunkten die Möglichkeit einer Selbstbestätigung
geboten.

Es gab auch personelle Veränderungen im Vorstand des DBV:
der Leiter des Ressort Geschäftsführung/ Verwaltung, Herr Armin Gröhners,
trat aus Altergründen zurück und an  seine Stelle wurde Dr.Daniel Didt  gewählt.
 
Besonders zu vermerken ist die Schaffung eines weiteren Organs des DBV:
die Stelle eines Disziplinaranwalts.  Auch andere Sportverbände und Vereine
haben auch Disziplinarprobleme, wie also ist dies für das an sich friedliche
Bridgespiel zu sehen: Hier meine Meinung: Von den rund 30 tausend Mitglieder
der lokalen Bridgeclubs spielen  rund 90 % Bridge als „Gesellschaftsspiel mit
Wettbewerbscharakter".     Zehn Prozent aber betreiben Bridge als harten
(Denk)Sport, in dem Konkurrenz  angesagt ist und die Sitten manchmal
ungehobelt sind. Hier also schaffen sich die Leiter der Landesverbände, die für
 Ruhe und  Ordnung in ihrem Bereich zu sorgen haben, einen „Ausputzer„ an.
 
Der harte Kampf der Spieler um den besten Ranglistenplatz  liegt in der Natur
des sportlichen Wettbewerbs, versüsst durch Zuschüsse, wenn hochrangige
Turniere  beschickt werden müssen. Denn natürlich will Deutschland auch im
 internationalen  Bridgespiel gut dastehen.  Die guten Ergebnisse des letzten
Jahres lassen sich im Bridgemagazin nachlesen.
 
Wie schwierig die Öffentlichkeitsarbeit  und  die Arbeit zur Verbreiterung des
Bridgesports ist, wurde von den zuständigen Ressortleiterinnen zum Ausdruck
gebracht.  Die lokalen  Bridgeclubs könnten durchaus mehr Benefizturniere,
z.B. zu Gunsten der Jugendarbeit durchführen.
 
Paul Hauff  /März 2007
 
2007 :  Der nachstehende Bericht ist, soweit die prinzipiellen Probleme des
Deutschen Bridgeverbandes betroffen sind, nach wie vor aktuell. Er stellt
ein bessere Konzept vor.
Gebessert hat sich sie finanzielle Lage, siehe Bericht zur HV 2006.
Paul Hauff.

November 2004
                                                                                                                                 Druck ca 4 Seiten
wie geht es weiter im DBV
Reserven weg/ Leute weg/  Langfrist-Verbindlichkeiten /TO fehlerhaft/
einseitige Interessenvertetung.  Dies war die Bilanz Anfang 2004.
Was tun ?
Kann man überhaupt dagegen etwas tun und wenn ja was ? Die Antwort ist:   teilweise ja,
teilweise nein. Denn wir haben es mit unterschiedlichen Ursachen für die verschiedenen
Fehlleistungen zu tun.

Für die ersten drei Misstände gilt: so etwas kann immer passieren, es hängt von der inneren
Einstellung und der Qualität der leitenden Personen ab. Beispiele finden wir im Wirtschaftsleben
zuhauf, siehe Karstadt oder Infineon als aktuelle Beispiele. Man kann aber die inneren
Machtverhältnisse (Statuten) so regeln, dass Fehlleistungen nicht so leicht zu machen sind,
weil die Leitenden zur Zusammenarbeit durch Verfahrensvorschriften gezwungen sind.
Denn der DBV ist als  „eingetragener Verein“ normaler Bestandteil des deutschen
Wirtschaftsleben und unterliegt den deutsche Gesetzen. Lösungs-Vorschläge weiter unten.

TO und Interessenvertretung:  Ein ganz anderer Sachverhalt ist durch die Bindung des
Bridgespieles in Deutschland an die internationalen Regelungen gegeben (WBF Laws  .Anm.*3*).
Die erheblichen Abweichungen der derzeit gültigen TO sind insofern nicht gravierend, als
diese sich leicht korrigieren lassen – und unser wöchentliches Bridgeturnier kann trotzdem
stattfinden. Schwieriger ist die Bereinigung der „einseitigen Interessenvertretung“, worunter
zu verstehen ist, dass der DBV sich früher im wesentlichen um die Belangen der Spitzenspieler
gekümmert hat. Warum sollten die Clubs Geld an den DBV abführen, wenn sie nichts
davon haben ? Wir müssen also zunächst davon reden, was der DBV für die Clubs tun
kann. Mehr davon weiter unten.

An dieser Stelle scheint mir ein Bekenntnis zu Bridgespiel angebracht.
Das Bridge ist ein wesentlicher Bestandteil der westlichen Kultur.
Es vereint Menschen aller Rassen , Religionen und Herkunft zu einem
friedlichen Wettkampf im Turnier. Es fördert die Toleranz und das
Gespräch mit den  Mitmenschen. Es ist ein stabilisierendes Element
unserer Gesellschaftsordnung.
Aufgabe des DBV und der Regionalorganisationen (Finanz und Kulturhoheit haben die Länder)
sollte daher das Bemühen um staatliche Zuschüsse und Steuerprivilegien sein.
(auch das also kann für die Clubs getan werden, s.o.)

Das Ressortprinzip hat  versagt   Die bisherige Regelung der Machtverhältnisse sah vor, dass
jeder Ressortleiter oder Kommissionsvorsitzender in der Praxis selbständig handeln konnte.
Das hat zu Fehlleistungen geführt. Grundlage war und ist die diktatorische Verfassung (Statuten)
des DBV, die eine völlige Unterordnung der Clubs unter die Ordnungen und Besschlüsse
des DBV vorsehen (§7).  Diktatorische Verfassungen und zentralistische Regelungen
(Bsp,DDR, UdSSR, DBV) versagen angesichts der Vielfalt der Möglichkeiten und der
ständigen Weiterentwicklung.

Eine Neuregelung sollte vorsehen, dass der Präsident in  wesentlichen Angelegenheiten
immer mit einem Ressortleiter gemeinsam handeln muss, und umgekehrt. Dies muss ab
einer bestimmten Wertgrenze unumgänglich sein (vier Augen Prinzip).
Dies bedeutet eine starke Stellung des „Firmenchefs“, so wie das auch in der Wirtschaft für
kleine Unternehmen gehandhabt wird. (Anmerkung *1*) Dabei ist aber der Firmenchef  an die
Beschlüsse des praktisch obersten Gremiums in Sachen Bridgesport – nämlich Präsidium und
Beirat gemeinsam-  gebunden.
Eine weitere Regelung muss vorsehen, dass alle Mitglieder, die im DBV Funktionen ausüben,
öffentlich genannt sind, und das Beschlüsse jedes Organs im Internet veröffentlicht werden
(Öffentlichkeitprinzip)

Es liegt auf der Hand, dass viele andere  nützliche Bestimmungen für das Wohlergehen
des DBV in neuen Statuten zu treffen sind, dies aber sollte in einem kompletten Statutenentwurf
geschehen. Siehe hier zu web_b12d.html   ( Zur Kontrollinstanz siehe Anmerkung .*2* )

Was hier für den DBV gesagt wird, ist im übrigen auch für die Regionalverbände und die
Ortsverbände  zu empfehlen. Denn die Problematik ist für alle drei gleich :
Turniere veranstalten, Raum und Spielmaterial beschaffen, und den Spielbetrieb zu organisieren.

Selbständigkeit der Clubs  An dieser Stelle muss nun das Verhältnis von DBV zu
Regionalverbänden und Clubs betrachtet werden. Wir sind da nicht frei, sondern haben uns zur
Einhaltung  der Bestimmungen der WBF-Laws verpflichtet (Law80, und Anmerkung *4*).
Dies bedeutet: DBV,  ein Regional-Verband und jeder Club sind selbständige Einheiten
(sponsoring organisation), die sich untereinander nichts vorschreiben können.
Man kann aber vertragliche Verpflichtungen eingehen.
Somit kann sich jede „Sponsoring Organisation“ seine eigenen Turniervorschriften schaffen,
ein eigenes Clubpunkt-System einführen und beliebige Meister-Titel vergeben
oder andere Titel ; und vieles andere mehr.
Demnach ist der DBV zuständig für nationale und übernationale Turniere,
die Landesverbände sind für die von Ihnen  veranstalteten Turniere zuständig,
und jeder Club für das,  was in seinem eigenen Bereich gemacht wird.

Dass nach einheitlichen Regeln gespielt wird, ist durch die WBF Laws (TBR) sichergestellt.
Ergänzende Regelungen können in einer Bereichs-Ordnung aufgestellt werden (z.B. die TO des DBV).
Diese dürfen aber nicht mit den Laws in Konflikt stehen, indem interne Vorschriften die
Gesetze der TBR aushebeln.
Diese demokratische Verfassung des Weltbridgeverbandes sichert eine Weiterentwicklung
des Bridgespiels , wird aber leider nicht nur in Deutschland verletzt. Es ist  ein weltweites
Phänomen, dass Funktionäre versuchen, Macht an sich zu reissen und zu erhalten.

Eigene Interessen durchsetzen?Die Geschäftspolitik einer „sponsoring Organisation“- also auch
des DBV- wird massgeblich von Mandatsträgern beeinflusst, also diejenigen, die in einer
Hauptversammlung abstimmen können /müssen. Die Erfahrung lehrt, dass diese  nicht immer den Willen
des  mandat-gebenden Clubs zum Geltung bringen.. Die Statuten müssen daher zwingend vorschreiben,
dass dass Stimmverhalten der Mandatsträger in einer HV protokolliert wird. ( so gehandhabt
z.B. im ACBL, USA )

Da die einzelnen Bereiche selbständig sind, stellt sich immer die  Frage:
 wo kommt das Geld her ?
Die generelle Antwort lautet: von den Mitgliedern der jeweiligen „Sponsoring Organisation“ (1).
Und zum zweiten von Dienstleistungen,  die- jetzt reden wir mal vom DBV -  eben dieser für die Clubs
erbringt und die über einen Beitrag bezahlt werden können (2).
Zum dritten von wirtschaftlichen Tätigkeiten des DBV, wie der Verkauf von
Bridgemateral, Büchern, Abhaltung von Kursen u.Ä. (3)
Zum vierten vom Verkauf  von Titeln, Orden und Ehrenzeichen über das Medium Clubpunkte (4),

zu 1: Mitglied des DBV sind zur Zeit im wesentlichen die Clubs. Es ist aber durchaus vorstellbar,
dass Einzelpersonen, die national oder international spielen wollen, einen kostendeckenden
Mitgliesbetrag zahlen müssen. In der englischen und amerikanischen nat.Organisation kann man
"normales" Mitglied sein ( und erhält regelmässig das nationale Bridgemagazin).

zu 2: Ich stelle hier meine sehr persönliche Liste der Dienstleistungen auf, die der DBV erbringen sollte,
jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Sortierung nach Wichtigkeit:
>:  Das oben genannte Bemühen um staatliche Anerkennung und die Einführung von
          Bridge als Lehrfach.
>: Die Stellung von Adressennachweisen in Internet, so dass Spieler überall
           Spielmöglikeiten finden können.
>: die Unterhaltung eines Diskussionsforum im Internet für alle Theoriefragen in
           Spielabwicklung,  Bietsystemen, Abrechnungssystemen und generellen Themen
           zur Bridgespiel.
>: die Dienstleistung eines Providers für Internetauftritte der Clubs und
          Regionalorganisationen
>: Die Empfehlung von Laufordnungen, die den Kartenzufall ausschalten und dem
           Prinzip „Gleiches mit Gleichem“  entsprechen
>: die Empfehlung von Bietordnungen für unterschiedlich starke Spielergruppen.
>:  Erstellung einer Turnierordnung als Richtlinie, die die  Freiräume, die in den
            WBF Laws gegeben sind, nicht einengt.
>: die Öffnung des Bridgemagazins für alle Beiträge, auch wenn diese nicht der
herrschenden Meinung der Verbandsfunktionäre entsprechen. ( all the news thats
fit for print). Nicht jeder BM Artikel ist für jeden interessant. Ein Prinzip, wonach
nur "heile Welt" Beiträge veröffentlicht werden, ist dem Bridge nicht gedient.
Gute Zeitungen haben eine "Meckerecke".

Werden diese und andere Dienstleistungen vom DBV erbracht, so  können die Clubs als Mitglieder
des DBV sehr wohl bereit sein, einen entsprechenden Geldbeitrag zu leisten.
Hier bleibt aber die Frage offen, welche Dienstleistungen die Landesorganisationen erbringen
und wie diese zu finanzieren sind.

zu 3: dies Einkunftsquelle bedarf  keiner besonderen Erläuterung. Eine Gefahr besteht jedoch dann,
wenn der DBV meint, dass nur gedankliche Erzeugnisse vertrieben werden dürfen, die nach
Meinung des DBV einer angebliche „richtigen“ Lehrmeinung entsprechen.

Zu 4. eine besonders elegante Form der Geldbeschaffung: nur wenn nach den Vorschriften der
gültigen DBV- TO gespielt wird, gibt es Clubpunkte. Das waere schon in Ordnung, wenn diese TO
eine Ergänzung der TBR waere. Dies ist sie aber zur Zeit nicht und wird sie auch nie sein.
Denn die TBR lassen dem TL als Verantwortlichen viele Gestaltungsmöglichkeiten. Und nur die TBR
können Richtschnur unseres Handels sein.
Wenn als (Beispiel) ein Club es für richtig hält, seine Sitztische mit Durchschnitt
zu bewerten, so würden hier die Clubpunkte verweigert, weil die DBV-TO
mit Durchgangschnitt zu bewerten vorschreibt.
Es lässt sich in der Praxis nicht kontrollieren, nach welchem Programm eine Siegerliste
eines Clubs gerechnet wurde.
Dies ist ein allgemeiner Grundsatz einer vernünftigen Gesetzgebung:
nichts vorschreiben, was man nicht wirklich kontrollieren kann.

Schlussbemerkung
Der hier vorliegende Entwurf  bemüht sich die wesentlichen Entscheidungsprämissen für eine
Neuordnung des DBV herauszustellen. Viele Detailfragen bleiben hier offen,
sind aber in dem o.g. Statutenenmtwurf angesprochen.
Dieser Entwurf bleibt Makulartur, es sei denn es findet sich ein Club, der einen offiziellen
Antrag an die HV stellt, hier genannte Regelungen in die Statuten zu überführen.
Der Verfasser nimmt unter der Adresse HauffHJ@aol.com gerne Kommentare an
und wird diese diskutieren.

Anmerkungen
.*1* :Wenn ein Firmenchef keine juristischen Kenntnisse hat, so muss (kann) er einen Berater
gegen Entgelt hinzu ziehen. Ein formelle Einbindung in den Vorstand ist nicht erforderlich.
.*2* Die andiskutierte Einführung einer Kontrollinstanz versagt, wenn die Kontrolleure
kein Interesse und keine Machtbefugnisse haben. Zudem sind „Wirtschaftprüfer“ in der
Praxis des Geschäftslebens in ihrer Wirkung oft um stritten.
Besser ist eine regelmässige Berichterastattung über die Finanzen.
.*3*  Nächste Änderung voraussichtlich 2008
.*4*  über die Stellung der „sponsoring organisation “ wird z.Zt (10/04) im internationalen
Diskussionsforum für die Laws gesprochen.  Siehe http://www.amsterdamned.org.pipermail./blml/.
Der Begriff " sponsoring organisation" ist in den TBR sinnentstellend falsch aus den Laws übersetzt.
.
Zum Verfasser
Dieser Beitrag wurde von Paul Hauff, Bad Nauheim verfasst.
PH hat während seines Berufslebens auf  dem Gebiet der Organisation, Revision und Unternehmensstruktur
gearbeitet und nach Pensionierung 1988 mit dem Bridgespiel begonnen. Er unterhält eine eigene
Internetseite unter www.bridgeassistant.com und entwickelte Turnier-Abwicklungsprogramme,
die seit 10/04 für Clubpunktvergabe zugelassen sind.
Er ist Mitglied im ACBL und in der EBU.  Heimatclub ist Bad Nauheim.
Veröffentlichungen:
Organisation im Industrieunternehmen ISBN 3-409-3141-6  Siemens/Gabler (1974)
Aufstieg zur Macht ISBN 3-597-10422-3 (1983)
B r i d g e – Grundlagen und Strategien ISBN 3-89501-363-3  (1995)
"Fun with one table" (Dec 99) im Bridge Bulletin (USA)
"Fair scoring in pair tournaments", in „The Bridge World“ (USA) (2001)

1.11.04.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-..-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Ende
 
 
 
 
 
 

October 2004
Neue internationale Regeln
Aus gut informierter Quelle wird bekannt::
Die WBF will neue Bridgegesetze bis 2007 fertigstellen.
Das zuständige Subcomittee will Entwürfe bis 2005 an die
nationalen Bridge Organisationen geben.

Oktober 2004
Der DBV hat die Scoring-Software Scorer#1 zu Turnieren zugelassen, für die Clubpunkte
nach den Regeln des DBV erteilt werden.
Die letzte Version des Scorer hat die Nummer 2.0.39und bearbeitet MP und IMP Turniere

September 2002
Bridge wird nicht olympisch.
Siehe hierzu die IOC Verlautbarungen unter: http://www.olympic.org/uk/news/index_uk.asp
m e i n   K o m m e n t a r :
Man muss leider zur Kenntnis nehmen, dass die Olypiade eine Gemeinschaftsleistung
von  geschäftsinteressierten Firmen/Behörden und vorteilssuchenden  Funktionärseliten ist, für die
die Sportler das notwendige Schmieröl sind, auf das man nicht verzichten kann.
Was nicht dazu passt, wird durch Komissionsbeschlüsse abgelehnt.

Mind-Sports ( Bridge, Schach) wurden 1995 zu „IOC-recognised“ Organisationen.
2002 hat jedoch die Programm Kommission dafür gestimmt, dass „mind-sports“
zu den Spielen nicht zugelassen werden sollen ( should not be eligible for admisson).
Der formale Aufhänger  ist die „körperliche Anstrengung" (physical exertion),
die für das Bridgespiel nicht zutrifft.

Es ist nicht erkenntlich, worin für das Bridgespiel der Vorteil einer  Teilnahme
an einer Olympiade liegen soll. Weltmeisterschaften werden vom WBF bereits jetzt
durchgeführt.
Wichtiger ist in Deutschland die steuerliche Anerkennung des Bridgespieles, so dass
Zuwendungen an Clubs oder Verbände von den Sponsoren von deren Gewinn abgesetzt
werden können. Hierbei ist auf den gesellschaftlich stabilisierenden Effekt des
Bridgespieles zu setzen. Bridge erzieht zur Zusammenarbeit und zur Toleranz.
Die Möglichkeit des friedlicher Wettbewerb fördert die  menschlichen Gemeinschaft.
 

August 2002 Die Validierung von Paarturnier-Programmen bringt es an den Tag: die TO
hat Macken. Prüfen Sie ob Ihre PC-Software richtig arbeitet
 

Zur ORGANISATION des DBV
Der Präsident des DBV, Hans-Georg Haeseler, hat im Bridgemagazin
September 2004 die Zielsetzungen des neuen DBV Vorstandes dargelegt.
Die nachstehenden Ausführungen werden bis zur Neugestaltung
des DBV zur Belegung der Entwicklung der Organisation des DBV
beibehalten.

Hauptversammlung des DBV März 2004
Empfehlung

Die Ereignisse im DBV bis zur HV im März 2004 sind das Ergebnis einer falschen Konzeption
und unzweckmässigen Organisation , sie können sich deshalb wiederholen.

Die internationalen Bridgeregeln „Law of Duplicate Contract Bridge“ legen fest, das der Souverän im
Bridgespiel die „veranstaltende Organistion“ ist  (sponsoring Organisation), also jeder Club, jede regionale
Vereinigung, auch jeder „private“ Veranstalter: er muss sich dabei an die Bridgeregeln halten (LAW80). Diese
aber erlauben Interpretationen und erweiterte Verfahren, sofern die Grundregeln eingehalten werden.

Gegen diese Bestimmung hat der DBV in eklatanter Weise verstossen. Er bezeichnet sich als zuständig
für  „die Organisation und Reglementierung des nationalten... Sportbetriebs“ und legt fest:
„ Die Mitgliedsvereine haben die Satzung, die Ordnungen  und die Beschlüsse des DBV zu befolgen
und  ihre Mitglieder entsprechend zu verpflichten“

Unter einer solchen diktatorische Verfassung geschieht das, was wir auch aus der Politik kennen,
z.B in der DDR, der UdSSR, nämlich das Versagen zentraler Regelungen. Die jeweils  am Ruder
befindlichen Funktionäre setzen ihre persönlichen Meinungen durch, z.B. bei der Einführung von
Gesetzen – bei uns Vorschriften. Ergebnis bei uns:  Die TO ist mangelhaft, die TBR enthält
Übersetzungsfehler. Weitaus schlimmer: das Festschreiben momentaner Erkenntnisse verhindert
die Entwicklung neuer Methoden und Verfahren. Verstärkt wird dieser negative Effekt durch deutsche
Gründlichkeit, alles bis ins letzte Deatil regeln zu müssen. Da die Entwicklung im Bridge nicht
stehenbleibt, sind solche Vorschriften schnell überholt.
 Instrumente dieser Politik sind  wesentlich :   die Beherrschung der Meinungsbildung
(vor allem durch Steuerung des Inhalts des Bridgemagazins), die Festlegung von Verfahrensvorschriften,
die einseitige Propagierung bestimmer Systeme  (z.B.Forum D). Unter einer solchen Verfassung
entwickeln sich Nutzniesser, die sich gegen eine Änderung oder Verbesserung  aus Eigeninteresse stellen.

Die Clubs können den Spielbetrieb auch ohne die Vorschriften des DBV durchführen, die TBR sind im
Prinzip ausreichend  Für die  Clubs sollte der DBV Dienstleister sein, der Leitlinien vorgibt.
Für nationale Turniere legt der DBV die Bestimmungen fest.  Dies wird auch jede überregionale
Organisation für ihren eigenen Bereich tun, und jeder Club für sich.  Genau dies besagen die
Bestimmungen der internationalen Bridgeregeln in LAW80 ( nicht aber die TBR!)

Eine Änderung des negativen Zustands ist durch die Hauptversammlung erstaunlicherweise
durch drei Beschlüsse einfach zu erreichen:
Reglementierungen des Bridgespiels haben Richtliniencharakter. (§2, §23 Satzung).
Die HV wählt mit einfacher Mehrheit den Redakteur des Bridgemagazins (BM) der dieses
eigenverantwortlich leitet ( §13 Satzung). Verbandsnachrichten sind nur Teil des BM.
Die Geschäftsstelle unterhält im Internet ein Diskussionsforum, an dem alle Bridgespieler
teilnehmen können (Ergänzung zu §2/2)

Die diktatorische Verfassung  bewirkt, dass jemand seine Meinung  durchsetzen und hierfür
Geld ausgeben kann. Sie fördert die Selbstbedienungsmentalität mancher Bridgespieler.
Sie lässt vergesssen, dass die Clubs „ das Volk“ sind.
Es sind also in den Statuten neue Kontrollen und Richtlinien einzubauen.
In der Wirtschaft wird in dieser Situation Hilfe von Aussen geholt .

Die Verweigerung der Entlastung in der HV und die Einsetzung eines kommissarischen
Geschäftsführers ist ein erprobtes Mittel in solchen Situationen. Erst wenn Klarheit über
die Vergangenheit – insbesondere finanzielle Verpflichtungen – besteht,  sollten die
Verantwortungen neu verteilt werden.

Paul Hauff, Bad Nauheim
13.01.04

zum Thema: DBV Zukunft
schrieb Paul Hauff im Diskussionsforum DOUBL am 12.05.03

Mit seiner email zum Masterpunktbetrug vom  11.5.03 gibt uns Mike eine bemerkenswerte
Analyse der Situation der organisierten Bridgespieler in Deutschland.  Sie belegt die These,
dass eine kleine Gruppe von Spielern (die Hardliner),  die Mehrheit der
"Normalspieler" (Softliner) mittels diktatorischer Vereinregeln beherrschen. Wenn dies
richtig ist, dann stellt sich die Frage, was sind die Konsequenzen und vor allem "was tun".

Ich meine, dass der DBV nationale Meisterschaften ausrichten sollte und ansonsten den
Bridgeclubs Richtlinien zur Verfügung stellen sollte, damit diese das Spiel nach den Regeln
des WBF selbst gestalten können. Dies wird dem Bridgespiel in allen seinen Facetten guttun.
Hierzu habe ich komplette neue Statuten entwickelt. Eine entsprechende Information haben
alle Clubs erhalten, die eine email Adresse haben. Die Statuten sind im Detail unter
www.bridgeassistant.com/web_12d abrufbar.

"Es gibt aber nichts, was einer Gesellschaft teurer zu stehen kommt als ein totalitäres
System. Eine derartige Herrschaft führt nämlich Verluste an menschlicher Substanz herbei,
die noch Jahrzehntelang nach ihrem Ende spürbar sind. Dies beginnt mit der Vertreibung
und Flucht der Besten, ein Verlust, von dem sich eine Gesellschaft nie wieder ganz erholt.
Die Mentalität der verbleibenen Mehrheit verändert sich umso nachhaltiger, je länger die
Gewaltherrschaft andauert. Es kommt zu Wahrnehmungsstörungen und zur Senkung
aller Hemmschwellen. Erst nach dem Zusammenbruch zeigen sich diese langfristigen Schäden."
Diese Analye wurde nicht im Zusammenhang mit dem Bridgespiel erstellt, sie stammt von
Hans Magnus Enzensberger (FAZ 15.4.03, Blinder Frieden) und wurde anlässlich der Irak-Krise erstellt.
Doch mir scheint, dass sie in unserem Zusmmenhang lesenswert ist.

"W a s  t u n ?" Der Bericht über erste Konsequenzen der HV in Bad Brückenau (BM5/2003)
berührt Verwaltungsmassnahmen, Vorstellungen über Ziele sind nicht zu finden.

Im Wirtschaftsleben wird im Falle der Krise zunächst festgestellt, welche Fehler gemacht
wurden. Dann werden neue Ziele formuliert und das notwendige Handwerkszeug (Statuten,
Organisation) bereitgestellt. Zuletzt werden dann die passenden Leute  gesucht.
Dies ist in unserem Vereinsleben ein besonders kritischer Punkt, weil Bridgeaktivitäten
auf der ehrenamtlichen Mitarbeit beruhen.
Meinungen?
Paul Hauff
12.05.03

Die folgende Analyse zur Situation des DBV war im Diskussionsforum DOUBL
am 11.5.03 zu lesen:
 > Von den ca 28500 Mitgliedern des DBVsind ca 300 also etwa 1% der "harte"
> Kern des Turnierbridge. Das sind die 30 BL Mannschaften mit ca 160 Spielern
> und ein etwa gleichgroßes reservoir von "stray players" gehobenen
> Spielniveaus. Diese Gruppe macht sicher 70% der Turnierteilnahmen
> überregional und auch einen Riesenteil der MPs unter sich aus und glauben
> aber ihre Interessen sind "wichtig" weil sportlich. Auch wenn es mir
> persönlich nicht schmeckt, muss irgendwas den "Rest" motivieren, den
> goldenen300 die Organisation zu bezahlen.
>
> Bedauerlicherweise stellt der DBV
> eine von fast allen "kleinen" Sportverbänden (von den großen gar nicht zu
> reden) differenten Konstrukt dar. Die Mitglieder sind außerordentlich
> anarchisch und sehen den Sportbetrieb mit völlig anderen Augen als
> Bogenschützen oder Kajakfahrer. Das Durchschnittsmitglied gibt nur unter
> zähen Verhandlungen die kleinste Kohle für den Verband und macht das auch
> zähneknirschend nur -  ja warum?
>  Das einzige ernsthafte Bindeglied stellen die MPs dar! Die Turniere werden
> nicht besucht (oder gekiebitzt - vergleiche mal andere Randsportarten!), das
> Verbandsblatt wird nicht gelesen(oder höchstens die Annoncen- ich sehe in
> verschiedenen Vereinen die dicken StapelAltpapier) kennen weder
> Nat.mannsch.noch Vorstand
> Die Tatsache, dass eine solche Vorstandswahl erneut stattfinden kann,ist
> doch klarer Ausdruck, dass die Mtglieder dieses vereins den Verband nicht
> "ernst" nehmen - nach dem Motto: "Was ist denn schon passiert?" Die helle
> Empörung, die sich auf der doubl breitmacht würde bei der Masse der
> Mitglieder kaum Reflex finden.
> Sicher ist auch die Quantität in der das ganze stattgefunden hat eher
> marginal und spielt für den Sportbetrieb sicher keine Rolle. Ich glaube dass
> eine Abschaffung der MPs deletäre Folgen für die goldenen 300 hätte, denn
> dann brächen noch mehr Spieleraus dem DBV weg als das ohnehin schon der Fall
> ist. Man muss sich mal ansehen welche Tischzahlen (DBV) Städte wie Hamburg
> oder München zusammenbringen - ein Desaster. Die Spieler fühlen sich in
> püscheligen Clubs ohne Alerts TLs Uhr und lästige Ligaspieler, die ihnen
> ständig Betrug unterstellen, nur weil sie dem Partner klar machne müssen
> dass 2 Karo vom Gegner die eigenen Karos zeigt, wesentlich wohler. Für die
> wenigen,die wir nicht dahin verlieren noch die MPs weg, dann können wir den
> Laden dichtmachen.
> Ob uns das alles gefällt ist ein anderes Papier aber sich in den
> Elfenbeinturm der Bundesligen zurückzuziehen und die Regeln die dort gelten,
> auf 99% aller Spieler anzuwenden ist ignorant.
> Die beschriebenen Geschehnisse sind natürlich Ausdruck eines Verbandes den
> man so nicht will, aber die gewünschten Veränderungen kann man sicher nicht
> mit der Brechstange erwirken.
- - - - - - - - - - - - - - - - - -
 
 
 
 

Wie geht es weiter im DBV     (Druck 2 Seiten Din A4)
von Paul Hauff, Bad Nauheim, 12 April 2003

In der letzten HV im März 2003 stimmten fuer einen neu einzufuehrendenden Verband
der Verbaende: 206 Stimmen; und fuer den Verband der Vereine: 315 Stimmen.
Es wurde auch gefragt, ob die bisherigen Strukturen beibehalten werden sollen
oder nicht. Dafuer waren 280 Stimmen und 266 dagegen. Also eine
ausgesprochene Patt Situation.

Strukturen sind in den Statuten festgelegt. Die jetzigen sind eine kleine
Meisterleistung der Juristerei, und man muss schon mehrfach lesen, um
das Wesentliche zu erkennen.
Mit den jetzigen Statuten haben sich die Bridgevereine gewissermassen
selbst entmannt. Sie haben das abgeschlossen, was man in der freien
Wirtschaft einen Knebelungsvertrag nennt. Z i t a t  aus den Statuten:
       §2 Der DBV ist ein Verband von Bridgevereinen. Er ist zustaendig fuer die
       Organisation und Reglementiereung des nationalen Sportbetriebs.
       §4 Die Mitgliedsvereine muessen die Satzung des DBV und die Beschluesse
       der HV fuer sich und ihre Einzelmitglieder anerkennen.
       §7 Die Mitgliedvereine haben die Beschluesse des DBV zu befolgen
       und ihre Mitglieder entsprechend zu verpflichten.
Deutlicher kann man es kaum sagen. Erfahrungsgemaess versagen zentralistische
Regelungen angesichts der Vielfalt der Moeglichkeiten und der staendigen
Weiterentwicklung. In den jetzigen Statuten ist Aerger vorprogrammiert.

Aber es geht auch anders. Zum Beispiel nach dem folgenden Entwurf, den ich
V e r e i n s v e r b a n d  ( neu) nennen moechte. Seine Kernaussage findet sich
in den   ersten beiden Saetzen dieer neuen Statutuen (Entwurf):
       Der DBV ist eine Einrichtung/Institution der deutschen Bridgeclubs
      (Traegervereine), die Tunierbridge nach den Regeln des
      Weltbridgeverbandes spielen. Sie haben bestimmte Aufgaben und
      einen Teil ihrer Rechte  dem DBV uebertragen.

Der neue DBV ist damit D i e n s t l e i s t e r  und uebernimmt Aufgaben, die man als
Bridgeverein billiger und besser von anderen machen laesst. Heutzutage nennt
man das "outsourcing", wobei Rechte und Pflichten zwischen den beteiligten
genau zu definieren sind.
         Solche Dienstleistungen sind z.B. ein Adressen-Nachweis Informationen zu
         Bietsystemen und Laufordnungen, eine Internet-Praesenz, eine Clubpunkt-Einrichtung,
          Anstrengungen zur Erreichung von Steuerverguenstigungen, juristische Beratung,
         Vorstandssekretariat,  Bridgeregeln u.Systeme(laws & ethics)
         Vermoegensverwaltung, Buchhaltung (Aufzaehlung ohne Anspruch auf
         Vollzaehligkeit oder Systematik) .
Der DBV ist parallel dazu Spielclub für Turniere auf nationaler Ebene.

Anmerkungen zur
O R G A N I S A T I O N S S T R U K T U R

Paralell zu den Trägervereinen und dem DBV als nationalen Turnier-
Veranstalter gibt es Funktionsbereiche des DBV (Dienstleister)
aber auch sonstige Vereinsmitglieder (s.u.),
sowie die institutionellen Vereinsorgane.
Details finden sich in den neuen Statuten (Entwurf)

Einige Bridgespieler moechten gerne auf einer hoeheren  Ebene spielen, und auch
unter schaerferen Regeln. Einige Spieler und/bzw. Clubs  sind bereit, solche
Turniere zu organisieren. Somit entstanden ueberregionale Vereine, z.B. auf
Landesebene, die dem DBV beitreten koennen oder bereits Trägerverein sind.
Auch diese benoetigen Dienstleistungen und koennen diese vom DBV beziehen.
Wie diese ueberregionalen (Landes)Verbände ihre Beziehungen zu den
Clubs (Traegervereinen) regeln, wird durch die neuen Statuten nicht
berührt. Sie können durchaus Empfehlungen des DBV als für sich verbindlich
erklären.

Einige Spieler moechten auf nationaler und internationaler  Ebene zu spielen.
Fuer diesen Bereich ist der DBV mit einem einem Funktionsbereich
"B u n d e s s p i e l e " einem "normalen" Club gleichgestellt und fuehrt nationale, ev.
auch internationale Turniere durch. Diesem Bereich ist auch die Aufgabe (zu)
uebertragen, Bundesligaspiele zu durchzufuehren und ein Aufstiegs-Abstiegssystem
einzufuehren und zu leiten.

Viele  Bridgespieler sind bereit, einen gewissen Geldbetrag fuer die Foerderung des
Bridgespieles hinzugeben, oder auch einfach, um Deutschland in dieser Sportart vertreten
zu sehen. Hierfuer sollte der Funktionsbereich: "i n t e r n a t i o n a l e  Representanz"
zustaendig sein. Er ist auch zustaendig fuer Mitgliedschaften in uebernationalen Institutionen.

Der Grundgedanke solcher neuen Statuten ist, die Selbstaendigkeit der Clubs und
Funktionsbereiche zu erhalten. Lediglich die TBR (Turnier-Bridge-Regeln des WBF)
beschneiden die Selbstaendigkeit. Da jedoch diese im Detail oft ausgelegt werden
koennen,  sind Turnierordnungen in allen Laendern dieser Welt  entstanden. Sie muessen
den Erfordernissen der Spielebenen ( starke bis "nicht-so gute" Spieler) angepasst werden,
wobei man die Regelungen der jeweils hoeheren Ebene benutzen darf.

Die Selbständigkeit der verschiedenen Bereichen und Clubs verhindert die einseitige
Willensbildung oder Bevormundung und foedert die Zusammenarbeit..

Jeder Bereich hat seine eigene Einnahmen/Ausgaben Rechnung und  muss
jaehrlich sein Konzept der HV vorlegen.

An der bisherigen formellen Struktur muss auf Grund des neuen Konzeptes wenig geaendert
werden. Den einzelnen Bereichen koennen  "Vice-Presidents" vorstehen.

Es kann und wird sich aber immer ein Konflikt ergeben zwischen dem was der/die
Vizepraesident/in tut und vorhat, und dem was die Traegervereine wollen oder die
Dienstleistungsbereiche empfehlen. Zwar sollen die Traegervereine   auf der
Hauptversammlung Richtlinien vorgeben, (Richtlinienkompetenz) aber es muss
die Moeglichkeit bestehen, hierueber im zeitlichen Vorfeld ausgiebig zu diskutieren .
Hierfuer sind offene Arbeitskreise vorzusehen, die mit Hilfe von Mail-List arbeiten.
         ( Ihre Nachricht, die sie per E-Mail an die "Liste" schicken, wird automatisch an alle
         anderen Teilnehmer gesendet.  Gleiches gilt fuer die Antworten).

Die wichtigste Dienstleistung des DBV ist die Sicherung der Kommunikation zwischen
den Vereinsmitgliedern, den Traegervereinen, den Dienstleistern und Funktionsbereichen.
Hierfuer muss der DBV  Email-Listen  erstellen und verwalten. Er muss den Traegervereinen
anbieten, hier ihre eigene Web-Seite einzurichten. Er muss ein Abstimmungssystem
einrichten (ev.kaufen), mit dem HV und Arbeitskreise und Andere arbeiten koennern.
Das Verbandsblatt (Bridgemagazin) ist der Ort, in dem die einzelnen Bereiche publizieren
koennen, da nur dort alle Spieler erreicht werden.

Was kostet der DBV  für den Club ?
Es wird jaehrlich ein Grundbetrag vereinbart, der die Kosten der Funktionsbereiche abdeckt.
Ueber das Uebliche hinausgehende Arbeiten koennen die Funktionsbereiche an den Bestellter
weiterverrechnen.

Alle Stellen, die einen Spielbetrieb haben, muessen Kosten hierfuer selbst tragen.

Vereinsmitglieder ohne Stimmrecht in der HV
Einzelpersonen oder Gesellschaften können Mitglieder des DBV werden,
wenn Sie bereit sind, einen einfachen Beitrag wie ein Trägerverein zu zahlen.
Ihre Rechte und Pflichten sind denen eines Trägervereins gleichgestellt.
 

S c h l u s s b e m e r k u n g
Die vorstehenden Ausführungen haben viele Details nicht berührt,
z.B.  Turnier-Schiedsgerichtes, freiwillige Schlichtungsstelle.
Überleitungsbestimmungen zu den alten Statuten

In diesem Entwurf geht es zunächst um das grundlegende Konzept

Interessant zu wissen: auch die EBU (England) will ihre Organisation überholen.
Überschrift: developing a brighter future for bridge. Hierfür gibt es Arbeitskreie
Einer der betrachteten Bereiche  ist die Organisationsstruktur. Die Wunschvorstellung
wird wie folgt beschrieben:
Look at the EBU as a whole in order to create an effective, long term structure that
will support members both locally and nationally,
and provide a framwork for excellence an furutre growth.

Näheres auf der Web-seite der EBU : www.ebu.co.uk
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Verantwortlich für den Inhalt : Paul Hauff, 61231 Bad Nauheim,
Benekestr.5  Email HauffHJ@aol.com
www.bridgeassistant.com
 

Januar 2003
Zur Organisation des DBV:
Föderalismus oder Zentralismus ist ein mögliches Prinzip für die Neuorganisation des DBV.
Welches sind die Aufgaben  eines Verbandes und seiner Teile ? Diese Festlegung erfolgt im
Wirtschaftsleben zuerst, dann wird über Strukturen entschieden.
Auch aus der Politik kann man einiges in Bezug auf die Organisation  lernen:

"Das ursprüngliche Recht liegt bei der je kleineren Einheit. Eine Aufgabe  darf nur auf einer
höheren Ebene angesiedelt werden, wenn sie über die Kraft der kleineren Einheit geht" (Erwin Teufel,
Minsterpräsident, im Rheinischen Merkur  #51/2002).
Die straff von oben nach unten geregelte Organisation funktioniert schlecht, wie am  Beispiel
der UDSSR  oder der DDR zu sehen ist. Gründe sind u.A, weil die Probleme
im Detail stecken und die Eigeninitiative sich nicht entwickeln kann. Es fehlt die innere Akzeptanz.

Unabhängig vom nachstehend  dargesdtellten bridgetechnischen Aspekt ist zu bedenken,
dass ein Bridgeclub und die meisten übergeordneten Bridgeeinheiten vom persönlichen Engagement
ihrer Funktionsträger leben, die unbezahlte Arbeit verrichten. Der einzelnen Bridgespieler
trägt durch seinen Clubbeitrag oder durch Tischgeld zur Finanzierung bei, wird sich jedoch
zurückziehen, wenn er nicht erkennen kann, dass er für sein Geld "etwas" erhält. Dies
zeigt die Erfahrung im Ausland.
 

Turnierbridge benötigt   ein weltweit gültiges Grundgesetz, damit es international gespielt
werden kann. Es ist ein Gestalt der TBR bereits vorhanden. Es legt die Prinzipien des Spiels fest,
ist aber im Detail auslegbar.
Es stellt sich  die Frage, inwieweit eine nationale Organisation den unter ihr stehenden
"sponsoring organisations" also den Clubs und regionalen Verbänden, bindende Vorschriften machen
sollte. Der Ausdruck "Sponsoring Organisation" wird in der englisch-sprachigen Urfassung
der TBR verwendet und ist ein klarer Hinweis auf den föderativen Grundgedanken.  Im Ausdruck
"sponsoring" kommt  zum Ausdruck, das diejenige Personengruppe, die ein Turnier durchführt, die
Arbeit macht oder Geld dazu zur Verfügung stellt. Sie lassen sich nicht von oben regieren.

Eine Lösung kann sein, dass die TBR durch Selbstverpflichtung ein bindendes Regelwerk für alle
Turnierbridge spielenden Organisationen wird, bis hinunter zum örtlichen Club.
Die Turnierordnung  (TO) dagegen  könnte  für vom DBV veranstalteten Turniere bindend sein, aber
für alle nachgeordneten  Organisationen eine "Kann-Vorschrift". Um es ganz deutlich zu sagen, der
örtliche Club und regionale Verbände sind nur an die TBR gebunden. Dies schliesst nicht aus, das
wenige, ganz bestimmte Sachverhalte zentral geregelt werden müssen. Damit liegt das
ursprüngliche Recht  bei der je kleineren Einheit .
Nennen wir diesen Grundsatz: "wer zahlt, schafft an", und etwas vornehmer: föderale Struktur.

Mit diesem Grundsatz lösen sich viele Probleme. Zwei (deutsche) Beispiele:
    Die TO schreibt bei Sitztischen einen Ausgleich für alle Paare vor, die gegen das Sitztischpaare hätten spielen müssen.
Diese Rechnung  ist jedoch für ein gerechtes Ergebnis nicht erforderlich, wenn in einer Laufordnung gespielt wird, in der
"jeder gegen jeden" spielt.   //    Für verfälschte Boards schreibt die TO eine genau bestimmte, komplizierte Berechnungen vor,
wenn sich durch verkehrtes Zurückstecken von Karten innerhalb eines Boards mehrere Gruppen bilden. Aber es gibt auch
andere Methoden, um zu einem gerechten Ergebnis zu kommen. Die derzeit vorgeschriebene Methode
führt innerhalb eines Turnieres zu verfälschten Ergebnissen.

Macht es die Vergabe von Clubpunkten erforderlich, dass Clubs zwingend nach der TO spielen
müssen ? Sicherlich nicht, denn die Bindung an die TBR ist ausreichend. Ausserdem wird die
Clubpunktregelung nur von rund der Hälfte der deutsschen Clubspieler in Anspruch  genommen.
Die Regelung der Vergabe von Clubpunkten kann trotzdem  ein wesentliches Steuerinstrument des
übergeordneten Verbandes sein. Durch die Besserstellung von (wirklichen) Mitchelturnieren
durch erhöhte Clubpunkte kann erreicht werden, dass dieser Turnierform der Vorzug gegeben wird,
weil nur hierdurch Bridge zum Sport wird und die Ebene der Geselligkeits-Veranstaltung
verlässt. Dies ist für die angestrebte steuerliche Behandlung des Bridgespieles wesentlich.

Es soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass der grosse (und mächtige) amerikanische
Bridgeverband Anstrengungen zur "freundlichen" Auslegung der TBR unternimmt.  ( Jay Baum,
CEO des ACBL im Bridge Bulletin, August 2002, pg 8 " relaxed rules bridge" ) Sind die örtlichen
Clubs Träger des "ursprünglichen Rechts", dann wäre diesem Vorhaben der Erfolg sicher. Die
Initiative des ACBL dient der Gewinnung von neuen Mitgliedern. (Im ACBL ist man als
Einzelperson Mitglied.)
In diesem Zusammenhang wird ein Problem deutlich, dass selten   angesprochen wurde: die
Regeln TBR wurden von Spitzenspielern und Männer gemacht.
Deshalb decken die TBR die Bedürfnissen der Spitzenspieler, und damit vor allem die
Erfordernisse der grossen Turniere.
Wohl noch nie angesprochen wurde die Tatsache, dass ein grosser Prozentsatz der Bridgespieler
dem weiblichen Geschlecht angehören . " Frauen und Männer sind unterschiedlich.  Sie leben in
unterschiedlichen Welten, haben andere Wertvorstellungen und gehorchen anderen Gesetzmässigkeiten.
Das wisssen alle, aber nur sehr wenige - vor allem Männer - sind bereit, es
auch zu akzeptieren." ( Zitat gerkürzt aus A.u.B.Pease,  ISBN 3-548-35969-8).
Mit dieser provokativen Aussage sind wir wieder beim Problem "Föderalismus und Zentralismus".
Viele der Deutschen Clubs haben mehrheitlich weibliche Mitglieder. Sie könnten leichter Mitglieder
gewinnen, wenn auf die weiblichen Vorstellungen mehr eingegangen werden könnte.
Für viele, insbesondere weibliche Mitglieder, ist der Bridgeclub und das Bridgespiel in
erster Linie Ort der Kommunikation und des Wohlfühlens, nicht des harten, sportlichen
Mind-Sport Wettkampfes.
 

Hier soll nicht der Versuch gemacht werden, dass juristische Kostüm eines zukünftigen DBV
zu konzipieren. Ein Blick auf die Bridge-Organisation andere Nationen lohnt sich jedoch.
Zu unterscheiden sind z.B. der steuerlich/geschäftliche Aspekt des Spielens und der sportliche Aspekt.
(Beispiel England).
Mitglieder eines Verbandes können die Spieler selbst sein,
lokale Clubs ohne wirtschaftliche Interessen oder mit wirtschaftlichem Interesse,
wie Reiseveranstalter; übergeordnete Vereinigungen,  regionale Verbände, staatliche Einheiten,
Förderverbände, interessierte Eizelpersonen, Hersteller und Vertreiber von Hilfsmaterial und Software.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Organisationsmitglieder sich mehr für die Bedürfnisse
ihrer Organisationseinheit entscheiden. Eine dauerhafte Organisationsform muss daher auf
der Meinung der einzelnen Bridgespieler aufbauen.

Paul Hauff , Bad Nauheim,   1/2003
 

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